PiP: Profis in Praxis

Firmenkundenberater vor Ort

Für einen Tag wechselt ein Firmenkundenberater der VR-Bank Asperg-Markgröningen eG sein Büro gegen einen "Praktikumsplatz", um bei einem Firmenkunden den Alltag und die Arbeit live mitzuerleben.  

Bioenergie Oberriexingen GmbH & Co. KG

Das Konzept „Profis in Praxis“ geht auch für den Firmenkundenbetreuer Frank Jäckh in die zweite Runde. Für einen weiteren Tag tauschte er dieses Mal seinen Anzug gegen Arbeitskleidung, um vor Ort, bei der Bioenergie Oberriexingen GmbH & Co. KG in Sachsenheim und Oberriexingen, einen hektischen Maiserntetag live mitzuerleben.

Frank Jäckh:

Beginn war für mich um 08.15 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war auf der Anlage in Oberriexingen schon mächtig viel los. Unzählige Schlepper mit Ihren riesigen Anhängern lieferten bereits die ersten Fuhren Mais an. Weitere Fahrzeuge, unter anderem eine Pistenraupe, sind ebenfalls auf der Anlage im Einsatz und befördern den Mais in das Fahrsilo und sorgen für die notwendige Verdichtung. Die Verdichtung des Erntegutes ist zwingend erforderlich, um überschüssige Luft herauszupressen und so den aeroben Abbau durch Pilze und Bakterien zu verhindern. Als ich die Pistenraupe zum ersten Mal im Einsatz gesehen habe, dachte ich: „Ja liegt den schon Schnee?“ Aber schnell bekam ich eine Erklärung. Vor allem in den „Steillagen“ des Fahrsilos kommt die Pistenraupe zum Einsatz. Hier kommen die eingesetzten Schlepper an ihre Grenzen.

Den ganzen Tag herrschte ein hektisches Treiben auf dem Gelände. Im Minutentakt kommen neue Maisladungen an. Was für Außenstehende wie ein Chaos aussieht, ist jedoch „Anlieferung nach System“. Jede Ladung kann dem Landwirt und dem jeweiligen Acker exakt zugeordnet werden. Der Fahrer des Maishäcksler hat alle relevanten Daten der entsprechenden Felder auf seinem Tablet. Je nach Witterung wird der Maishäcksler den ganzen Tag (ggf. auch nachts) die entsprechenden Felder abernten. Zusätzlich erhält der Schlepperfahrer noch per Funk die Daten. Bei Anlieferung meldet der Fahrer in der Anlage lediglich, von welchem Landwirt die Lieferung erfolgt. Anschließend werden die Daten in der EDV und zur Sicherheit nochmals auf Papierlisten erfasst; somit erfolgt eine „doppelte Buchführung“. Jedes Schleppergespann muss zunächst auf die Waage und nach der Entladung nochmals (Schlepper mit leerem Anhänger). Somit ist sichergestellt, dass die korrekte Menge an Mais erfasst wird. Die Maisqualität (Trockenmasse) wird bereits im Häcksler geprüft und dokumentiert.

Herr Armin Schmid ist Geschäftsführer der Anlage und kann den Betrieb über sein Tablet steuern bzw. überwachen. Auf seinem Tablet sind verschiedene Daten sichtbar: z.B. Wo befindet sich der Maishäcksler? Welche Felder wurden bereits abgeerntet? Welche Felder müssen noch geerntet werden? etc. Dies ermöglicht ihm einen genauen Einsatz der entsprechenden Mitarbeiter und Maschinen. Bei der Koordination ist es Herrn Schmid sehr wichtig, dass die Bevölkerung in Oberriexingen und Umgebung durch die vielen Fahrzeuge möglichst wenig belastet werden. So sollten Fahrten überwiegend auf Feldwegen, sowie Abend-/Nachtarbeiten weit abseits von Ortschaften erfolgen. Bewundernswert bei Herrn Schmid ist seine Ruhe in der Koordination von Mensch & Maschine – trotz der ganzen Hektik. Weiterhin hat er als „Chef“ jederzeit ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter. Wichtig bei der Maisernte ist auch stets ein Blick auf die aktuelle Wetter-App. Bei schlechtem Wetter muss die Ernte ggf. unterbrochen werden.

Herr Schmid, seit Beginn 2005/2006 sind Sie Geschäftsführer der Biogasanlagen in Sachsenheim und Oberriexingen. Können Sie uns mitteilen, welchen Umfang die Ernte 2019 hat?

Für die beiden Anlagen erhalten wir im Jahr 2019 Mais in einer Größenordnung von ~ 46.000 t. Für diese Menge Mais wird eine Fläche hier in der Region von knapp 1.000 ha Ackerfläche benötigt.

Der Maisanbau wird jedoch auch kritisch gesehen, Stichwort „Mais-Monokultur“.

Mit einem Anteil von 24 % am Ackerland hat der Maisanbau einen Höchstwert von ~200.000 ha im Land erreicht. Den Spitzenplatz hat aber weiterhin die traditionell stärkste Kulturpflanze Weizen inne, mit aktuell ~232.000 ha. Die Gefahr einer Mais-Monokultur besteht somit im Land aktuell nicht.

Was kann die Anlage in Oberriexingen leisten?

Die Leistung der Anlage in Oberriexingen beträgt 2,2 MW Strom und 2,7 MW Wärme. Pro Tag werden ~ 24.000 m³ Biogas produziert. Ungefähr 1/3 verbleibt in Oberriexingen und wird dort in einem BHKW „verstromt“. Die restlichen 2/3 werden auf Erdgasqualität aufbereitet und über eine Einspeiseanlage ins Erdgasnetz eingeleitet.

Könnte die Anlage eine Stadt wie Oberriexingen versorgen?

Ja, zusammen mit dem Wasserkraftwerk an der Enz wäre Oberriexingen mit Strom aus erneuerbaren Energien autark.

Welche Leistung hat Ihre Anlage in Sachsenheim, mit der Sie im Jahr 2006 gestartet sind?

Die Anlage in Sachsenheim produziert 0,5 MW Strom und ca. 0,7 MW Wärme. Mit dieser Anlage erfolgt die Versorgung des Wohngebietes Kreuzäcker in Bietigheim- Bissingen mit Fernwärme.

Das Thema Umwelt ist aktuell in aller Munde.

Das ist richtig. Fernwärme ist umweltfreundlich und effizient! Seit der ersten Fernwärmelieferung der Biogasanlage in Sachsenheim wurden allein durch das Fernwärmenetz Kreuzäcker mehr als 47.000 t CO² eingespart (bis 2015). Mit der Biogasanlage in Oberriexingen werden pro Jahr ~ 4.000.000 l Heizöl und 3.000 t CO² eingespart.

Herr Schmid, das sind beeindruckende Zahlen ihrer beiden Anlagen in Oberriexingen und Sachsenheim. Es war für mich ein sehr interessanter und lehrreicher Tag. Herzlichen Dank an Sie und an das ganze Team, die mich freundlich aufgenommen haben und viel von Ihrer Zeit geopfert haben.

Firma Benninger & Föll Liquid Logistics GmbH

Eine Initiative der VR-Bank Asperg-Markgröningen eG

Für einen weiteren Tag tauschte dieses Mal Prokurist und Bereichsleiter Firmenkunden - Herr Holger Köppl - den Büro-Arbeitsplatz gegen den Co-Piloten-Sitz auf einem 40-Tonner.

Fa. Benninger & Föll Liquid Logistics ist ein Joint Venture der ehemaligen Firmen Richard Benninger GmbH und Föll Spedition und verfügt so über eine mehr als 60-jährige Erfahrung im Flüssigtransport.

Schwerpunkte der Firma Föll lagen dabei besonders auf Transport und Logistik flüssiger Lebensmittel wie z.B. Säfte oder Alkohole, während die Firma Benninger sich als Transportspezialist von Lösemitteln, Säuren und Laugen etabliert hatte.

Nachdem die Weinlese aktuell in vollen Zügen läuft, konnten Herr Köppl heute einige Fuhren von den Bottwartaler Winzern zur Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft e.G. in Möglingen begleiten. Herzlichen Dank in diesem Zusammenhang an Herrn Florian Schober, der heute im Auftrag der B&F unterwegs war und mir den Alltag eines Berufskraftfahrers mit allen „Haken und Ösen“ geduldig nähergebracht hat.

Im Nachgang konnten wir noch ein kurzes Feedback vom Geschäftsführer der B & F, Herrn Michael Föll einholen:

“Herr Föll, seit vielen Jahren sind Sie Geschäftsführer der Firmengruppe Föll. Die Branche ist ja bekanntermaßen alles andere als einfach. Was sind denn Ihre Antreiber und die Motivation jeden Tag mit Ihrem Team Höchstleistung abzurufen?“

Benninger & Föll hat viele langjährige Kunden. Diese Tatsache und das tägliche Feedback sind ein großer Ansporn, täglich Bestleistung zu bringen. Aber für mich ist es mindestens genauso motivierend, wenn man am Morgen Mitarbeiter begrüßt, die mit Spaß und Engagement bei der Arbeit sind.

 

“Wie hat sich denn der Markt in den letzten Jahren verändert und mit welchen Schwierigkeiten haben Sie denn aktuell zu kämpfen?“

Vor allem der Fahrermangel bereitet uns Schwierigkeiten. Es wird immer komplizierter, qualifiziertes Personal zu bekommen. Das liegt nicht allein an den Löhnen, vielmehr hat sich unsere Gesellschaft verändert und ein Arbeitsplatz im LKW, bei dem man von Montag bis Freitag von zu Hause weg ist, passt nicht mehr zum Lebensverständnis vieler junger Leute.

 

“Wie wichtig ist Ihnen eine verlässliche Hausbank an Ihrer Seite?“

Seit vielen Jahren arbeiten wir mit der VR-Bank vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammen.

Als wir den Zusammenschluss unserer ursprünglichen Firmen umgesetzt haben, konfrontierten wir unsere Banken und Finanzierungsgesellschaften mit einer neuen Situation. Kontokorrentrahmen mussten angepasst, laufende Finanzierungen umgeschrieben und Kosten, die sich im Rahmen der Zusammenführung ergeben hatten, zwischenfinanziert werden. Hier war uns die VR-Bank ein zuverlässiger Partner an unserer Seite. Vor allem die Möglichkeit des direkten Kontakts mit unserem Kundenbetreuer haben wir sehr geschätzt. Hier konnten Entscheidungen schnell getroffen und Lösungen gefunden werden.

 

Was waren Ihre Gedanken, als Herr Köppl bezüglich einer möglichen „Hospitation“ in Ihrer Firma anfragte?“

Da ich Herrn Köppl nicht nur als kompetenten Banker kenne, sondern auch als jemand, der sehr am Tagesgeschäft und den Herausforderungen seiner Kunden interessiert ist, war ich sofort begeistert.

Und ich denke, es hat auch ihm gefallen, mal einen Tag nicht im feinen Zwirn am Schreibtisch zu sitzen, sondern im Blaumann auf dem Bock zu hocken und ein Fernfahrerluft zu schnuppern.



Herr Köppl, was nehmen Sie aus diesem Tag mit?

Es war - wie jedes Mal - wieder eine tolle Erfahrung, eine Branche kennenzulernen, mit der man sonst fast nie einen Berührungspunkt hat.

Auf alle Fälle werde ich zukünftig auf der Autobahn viel verständnisvoller sein, wenn sich ein „Brummi-Rennen“ mal wieder über einige Kilometer hinzieht. Ich hatte heute feststellen dürfen, wie viel anders diese 40-Tonner im Vergleich zu einem „normalen“ Auto reagieren bzw. mit wieviel mehr Vorausschau man fahren, überholen und bremsen muss.

Auch das Thema Lenkzeiten, Spesenregelungen und die zunehmende Konkurrenz aus dem Ausland waren Themen, die den Job sicher nicht leichter machen. Dazu die immer geringeren Margen bei steigender Regulatorik.

Alles auch Punkte, die wir in der Finanzbranche in ähnlicher Art und Weise vorfinden.

Nachhaltig fasziniert hat mich, wie exakt man dieses riesige Fahrzeug -nur über die Außenspiegel- einparken kann. Respekt.

Firma Paul Jäger GmbH & Co. KG

Das Konzept „Profis in Praxis“ geht in die zweite Runde, sprich in das zweite Jahr.

Mit gutem Beispiel ging Prokurist und FK-Bereichsleiter Holger Köppl voran und verbrachte einen “Kunden-Kennenlerntag“ bei der Firma Paul Jaeger GmbH & Co. KG, Lackfabrik in Möglingen.

Der Tag war sauber durchgetaktet und Herr Köppl konnte alle zentralen Abteilungen wie Einkauf, Produktion, Forschung & Entwicklung, Marketing, Vertriebsinnendienst und Rechnungswesen durchlaufen. Abgerundet wurde der Tag durch die Abschlussbesprechung bei GF Andreas Bley.

Hier wurden nochmals die Eindrücke entsprechend aufgearbeitet:

Herr Bley, Sie sind nunmehr seit 16 Jahren Geschäftsführer der Firma Paul Jaeger GmbH & Co. KG. Was ist heute noch Ihre Motivation jeden Tag für die Firma zu 100% da zu sein und was hat sich im Laufe der Zeit in der Struktur der Firma bzw. in deren Umfeld geändert?

Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten wir hochwertige, innovative Spezialitäten für anspruchsvolle Beschichtungen und Lösungen im Bereich Bautenanstrichmittel unseren Kunden, dem Farben Fach- und Großhandel und den verarbeitenden Handwerkern an. In diesem Nischenbereich sind wir die Nr. 1 und sind bestrebt, unsere Qualitätsführerschaft auszubauen. Unser Motto: „Spezialitäten, die begeistern!“.
Da sich die Märkte, in denen wir uns bewegen, in den zurückliegenden Jahren dramatisch verändert haben, ist es für uns eine Kernaufgabe und Herausforderung sich diesen immer wieder neuen Situationen zu stellen. Dazu braucht es großartige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diesen permanenten Wandel erfolgreich begleiten und mitgestalten.

Wo liegen denn die Herausforderungen und die Chancen, als mittelständisch geprägtes Unternehmen - im Reigen der großen Chemie-Konzerne - bestehen zu können?

Die anhaltenden Konzentrationsprozesse bei den Lieferanten (auch Chemie-Konzerne) und bei unseren Kunden, den Farben Fach- u. Großhandel sind besondere Herausforderungen für uns. Daneben beschäftigt uns die europäische Chemikaliengesetzgebung sehr, da dadurch die Anzahl der für uns verfügbaren Rohstoffe sinkt und Veränderungen in diesem Bereich einen hohen Anpassungsaufwand an die ganze Firma bis hin zu Kunden und Verarbeitern nach sich zieht.
Gleichwohl mögen wir Herausforderungen, denn sie beinhalten auch Chancen.
Als traditionelles, mittelständisches Unternehmen verfügen wir über flache Hierarchien, das bedeutet u.a. schnelle Entscheidungswege und ein hohes Maß an Flexibilität. Wir sind konzernunabhängig, bei uns geht es familiär zu und wir fördern die fachlichen und persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unser wirkungsvollstes Gut. Natürlich sind wir auch stolz auf unsere über 110-jährige schwäbische Tradition, mit den typischen Eigenschaften wie sparsam, clever, traditionell und innovativ.

 

Die Firma Jaeger Lacke kennt man als „Do-it-yourself Handwerker“ eher nicht?

Werden Endkunden von Ihnen nicht bedient?

Unsere Zielanwender sind professionelle Handwerker, da wir spezielle Farben u. Lacke bieten, die größtenteils anwendungstechnisches Knowhow voraussetzen. Also von Profis für Profis.

Vor vielen Jahren haben wir auch mal Do-it-yourself Baumärkte mit einigen wenigen Produkten beliefert. Da diese aber einen stärkeren Focus auf den Preis und nicht auf die Qualität gelegt haben, haben wir uns entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden und uns auf das Profi-Geschäft zu konzentrieren.

Auf welches Ihrer Produkte sind Sie denn besonders stolz?

Ganz besonders stolz sind wir auf selbst entwickelte Produkte, die in dieser Form keiner unserer Wettbewerber hat und unser Profil aus Spezialitätenhersteller unterstreichen. Zu nennen sind dabei der Aqua Fliesenlack, das innovative Aqua Ausbesserungsspray sowie das Aqua Isolierspray. Ebenso sind wir sehr stolz auf die 2K-PU-Industriemarkierungsfarben, auch als Sprayprodukt. Mit seiner sehr schnellen Aushärtung sorgt dieses Produkt für eine rasche Wiederbenutzung der Flächen.

Welche Bedeutung hat denn der persönliche Kontakt zu Ihrer Hausbank für Sie und Ihr Unternehmen?

Wenn man wachsen will, investieren möchte und die sonstigen Herausforderungen wie Digitalisierung, demographischer Wandel meistern muss, um nur einige zu nennen, ist es sehr hilfreich und nützlich Profis an seiner Seite zu wissen, die man persönlich kennt und schätzt und die vor allem das eigene Geschäft versuchen zu verstehen und die einem dann mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir sind sehr froh, einen solchen Partner, der vor allem auch den persönlichen Kontakt sucht, mit der VR-Bank AM eG an unserer Seite zu wissen.

Profis in Praxis ist“ ein relativ neues Format der VR-Bank Asperg-Markgröningen eG. Was waren Ihre Beweggründe, dort überhaupt mitzumachen und was halten Sie persönlich von dieser Idee, dass ein Firmenkundenberater der Hausbank - losgelöst von den Bilanzen - „hinter die Kulissen“ seiner Kunden schauen möchte?
Banken und Versicherungen leben immer noch vom Vertrauen. Vertrauen, dass nur Menschen miteinander aufbauen können. Das setzt voraus, dass man sich füreinander interessiert und so gut als möglich kennenlernt. Die VR-Bank Asperg-Markgröningen eG. redet und schreibt nicht nur darüber, sie handeln auch danach, was dieses Format unterstreicht. Das ist bemerkenswert und bisher einzigartig, denn andere, auch sogenannte Großbanken, bieten uns nichts in dieser Art an.

Herr Köppl:

Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Tag für mich. Herzlichen Dank an das ganze Team bei der Firma Paul Jaeger, die mich freundlich aufgenommen haben und viel von Ihrer Zeit geopfert haben, um mir den Tagesablauf in einem chemischen Betrieb näher zu bringen.

Sehr faszinierend war für mich, die Vielzahl an unterschiedlichen Produktionsverfahren kennen zu lernen und zu sehen, was für eine „Wissenschaft“ hinter den einzelnen Farben eigentlich steckt, bis man diese dann - als Endverbraucher - in einem Fachgeschäft findet.

Des weiteren habe ich feststellen dürfen, dass die Bankenbranche nicht die einzige Branche ist, die von einer ausufernden Regulatorik betroffen ist. In der Chemie-Branche / Chemie-Nebenbranche stehen natürlich die entsprechenden Umweltschutz-Auflagen klar im Vordergrund.

Bäckerei Kutterer in Sachsenheim

Für einen Tag (Nacht) tauschte der Firmenkundenbetreuer Frank Jäckh den Anzug gegen ein weißes T-Shirt & Jeanshose, um vor Ort, bei der Bäckerei Kutterer in Sachsenheim, den Alltag eines Firmenkunden zu erleben.

Frank Jäckh: Es war für mich sehr interessant, einen Tag mit Herrn Kutterer und seinen Mitarbeitern zu verbringen. Gewöhnungsbedürftig war der Arbeitsbeginn um 02.30 Uhr. In der Backstube wird konzentriert gearbeitet. Jeder Mitarbeiter hat feste Aufgaben, aber hilft auch jederzeit seinen Kollegen. Die Mitarbeiter von Herrn Kutterer haben mich viel unterstützt und gewährten mir Einblicke in das Bäckerhandwerk, z.B. wurden mir Kniffe und Tricks beim Teig kneten gezeigt. Die Arbeit ist teilweise körperlich anstrengend und auch der Faktor Zeit spielt eine wichtige Rolle. Trotz der vielen Arbeit, kam der Spaß allerdings nicht zu kurz.

Die Bäckerei Kutterer legt Wert auf höchste Qualität und Service. Dies spiegelt sich auch in der Backstube wieder. Nur einwandfreie Produkte verlassen die Backstube und kommen zum Verkauf in den 10 Filialen der Bäckerei Kutterer.

Ich bin immer noch beeindruckt, was sich in einer Bäckerei alles an Arbeitsleistung verbirgt. Wie viele Arbeitsschritte alleine notwendig sind, dass wir jeden Morgen auf unserem Frühstückstisch frische Brötchen & Brezeln haben. Auch die Vielzahl der verschiedenen Produkte ist beeindruckend.

Durch den Praktikumstag habe ich einen ganz neuen Einblick in eine Bäckerei erhalten. Ich war überrascht, wie komplex teilweise die Zubereitung der Backwaren ist. Beeindruckend war auch, mit welcher Konzentration und „Liebe“ zum Produkt gearbeitet wurde. Ein weiteres Highlight war ein Blick in die Konditorei. Hier entstehen mit viel Kreativität und hohem handwerklichen Können schöne und sehr leckere Kuchen & Torten. Aber auch eine Vielzahl an weiteren „süßen“ Produkten.

Arbeitsende war kurz vor 12.00 Uhr. Für mich war es ein tolles Erlebnis. Ich werde diesen Tag lange in meiner Erinnerung behalten.

Und um ehrlich zu sein: Ich war am Nachmittag ziemlich kaputt und musste als erstes mein Bett aufsuchen…

www.baeckerei-kutterer.de

Holzbau Faller in Tamm

Unser Firmenkundenberater Matthias Popp im Einsatz bei Holzbau Faller in Tamm.

Im Interview geben Matthias Popp und Jochen Faller, Geschäftsführer von Holzbau Faller exklusive Einblicke über die Erfahrungen von „Profis in Praxis“.

Herr Faller, was treibt Sie als Unternehmer und Geschäftsführer der Holzbau Faller GmbH in der vierten Generation an?

Jochen Faller: Ein gutes Stück Antriebskraft kommt aus der Gewissheit darüber, dass man bereits vieles geschaffen und erreicht hat. Denn es ist ein gutes Gefühl, einen komplexen Auftrag auszuführen – und hinterher von dem Auftraggeber sogar noch ein Lob zu erhalten. Das macht Mut, das gibt Auftrieb und das treibt mein ganzes Team und mich an, beim nächsten Kunden genauso begeistert vorzugehen.


Sie feiern dieses Jahr 110-jähriges Betriebsjubiläum. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept?

Jochen Faller: 110 Jahre jung. Immer am Ball und mit den Anforderungen gewachsen.
Vom Fachwerk in den Anfängen über Dachstühle, Fassaden und Dachfenster in den 1970ern,
dann Restaurationen, Gauben und Dachsanierungen in den  1990ern .
Heute sind wir ein 4-Sternebetrieb und bieten zusätzlich zum vorher Genannten Aufstockungen und individuelle Holzhäuser auf Maß und schlüsselfertig an.
Das geht natürlich nicht ohne einsatzfreudige und kompetente Mitarbeiter. Ohne ihr Engagement würde manches nicht funktionieren. Über die Hälfte der Mannschaft haben wir selbst ausgebildet.

Am 13. und 14. Mai 2017 ab 11:00 Uhr wird gefeiert und wer möchte, kann sich selbst von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen. Ob man das bei einem Gespräch oder Rundgang macht, Nägel reinhaut, sich ins XXL Gästebuch einschreibt, an der Hüpfburg klettert, am Preisausschreiben teilnimmt oder mit Riesenklötzen ein Haus baut. Hier ist vieles möglich.

Für das leibliche Wohl sorgen:
Die Dinnede Manufaktur, mit Brotfladen, pulled Pork und Getränken dazu servieren am Samstag die Frauengruppe „Frauen nach Krebs“ Kaffee und Kuchen, am Sonntag werden die Voltigiererinnen des Reitvereins Bietigheim Waffeln backen und eine Vorführung ihres Könnens zeigen.
Unser Team hat drei Hollywoodschaukeln gebaut. Dass sie mit Herzblut gemacht wurden, sieht man an den integrierten Becherhaltern. Eine ist im Tammer Rathaus ausgestellt.
Sie werden gegen Gebot am Sonntagabend veräußert. Der Erlös ist für einen sozialen Zweck bestimmt.


Wie lautet Ihr Fazit nach diesem spannenden Tag?

Jochen Faller: Es hat mich gefreut, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben.
Dass Sie uns vor Ort besucht haben und uns einen Tag lang in 3D begleitet haben.
Sie haben vor Ort gesehen, was ein Dachausbau bringt, wie hoch eine Kirche sein kann und was zum Dachdecken nötig ist.
Schön, dass uns dieser Tag verbindet und dass Sie den Blick für unsere Bedürfnisse schärfen konnten. Sie sind jederzeit willkommen.

Matthias Popp: Es war für mich sehr interessant, den Tag mit Herrn Faller und seinen Mitarbeitern zu verbringen. So bekommt man einen genaueren Einblick in den Alltag eines Zimmermanns. Mir ist besonders aufgefallen, dass die Anforderungen an einen Betrieb extrem hoch sind, was sich durch zahlreiche Vorschriften zeigt.
Vielen Dank an Herrn Faller und sein Team.

Wäscherei Hohn in Oberriexingen

Unsere Zahlungsverkehrsexpertin Anita Kellner im Einsatz bei der Wäscherei Hohn in Oberriexingen.

Im Interview geben Anita Kellner und Silke Seitz, Geschäftsführerin von der Wäscherei Hohn, exklusive Einblicke über die Erfahrungen von „Profis in Praxis“.

Silke Seitz, was treibt Sie als Unternehmerin und Geschäftsführerin an, die Wäscherei Hohn als Familienbetrieb erfolgreich fortzuführen?

Silke Seitz: Ich bin in der Wäscherei groß geworden. So war mir schon früh klar, dass ich trotz kaufmännischer Ausbildung, den Familienbetrieb später fortführen werde. Und mein Mann unterstützt mich hierbei in allen Bereichen, was zu der erfolgreichen Umsetzung beiträgt.

 

Was ist das Rezept für Ihren Erfolg?

Silke Seitz: 1x unser Motto: Flexibilität, Qualität, pünktliche Lieferung für unsere Dienstleistung am Kunden. Aber auch die Beziehung zu unseren Mitarbeitern und Lieferanten: auf Augenhöhe, fair, kompetent, gesprächsorientiert. Wir kennen jeden Einzelnen.

 

Was ist für Sie ein wichtiges Thema in Verbindung zur Wäscherei Hohn?

Silke Seitz: Für uns wird Umweltschutz aktiv gelebt. Wir wollen effektiv dazu beitragen, alles zu tun, damit es auch der nächsten Generation gut geht. Deshalb werden nicht nur die erforderlichen Auflagen erfüllt, sondern noch Zusätzliches dafür getan. Z.B. wird das Wasser wieder aufbereitet, um ständige hohe Frischwasserzufuhr zu vermeiden. Weichspüler werden weitestgehend vermieden, da diese die Umwelt belasten und auch für Allergien verantwortlich sind. Chemische Zusätze werden nur dosiert und überlegt eingesetzt und ihre letztendliche Entsorgung wird nach strengen ökologischen Gesichtspunkten durchgeführt.

 

Am Anfang erfolgte die Aquise Ihres Vater's über „Angebot an der Haustür“. Wie läuft dies heute ab?

Silke Seitz: Heute werden wir erfolgreich über unsere Homepage wahrgenommen, dazu noch über die Werbung auf unserem Fuhrpark, nicht zu vergessen die Kontakte die man im täglichen Leben knüpft und die „alte“ Mund-zu Mund Propaganda.

 

Anita Kellner, wie haben Sie den Tag heute erlebt und welche Erkenntnisse haben Sie aus diesem Tag gewonnen?

Anita Kellner: Als 1. hatte ich eine sehr informative Führung durch den Betrieb. Ich bin immer noch beeindruckt, was sich in einer Wäscherei alles an Arbeitsleistung verbirgt. Wie viele Arbeits-schritte alleine schon für 1 Hemd notwendig sind, bis es wieder dem Kunden übergeben wird. Wie viele Arbeitskräfte benötigt werden, für alle anfallenden unterschiedlichen „Wäschestücke“ von Schritt 1 der Anlieferung im Hauptgeschäft – Schritt X der Bereitstellung für den Fahrer zum Ausliefern in die Filialen oder direkt beim Großkunden. Nicht zu vergessen, das ganze komplexe Leitungssystem und die verschieden eingerichteten Arbeitsplätze hierfür.

Als 2. durfte ich noch an 2 Arbeitsplätzen aktiv mitwirken, ich merke noch am Tag danach den Unterschied deutlich zu meinem täglichen Arbeitsplatz = vorwiegend am Schreibtisch.

 

Wie lautet Ihr Fazit zu unserem PiP?

 

Silke Seitz: Eine tolle Aktion unserer Bank. Man sieht hier das Interesse an den Kunden und das Miteinander. Es ist sicher für die Bankangestellten interessant zu sehen, was wir alle und unsere Mitarbeiter als Handwerksbetrieb leisten, koordinieren und organisieren.

 

Anita Kellner: Dieser Tag hat mir einen ganz neuen Blickwinkel für das Handwerk Wäscherei gegeben.Vielen Dank an das gesamte Team der Wäscherei Hohn!

 

Hier noch die Homepage für alle die lieber Freizeit statt „Wäsche“ haben wollen:

www.waescherei-hohn.de

 

Mr. Ash Tailor Store in Stuttgart

Unser Firmenkundenberater Patrick Veigel im Einsatz bei Mr. Ash Tailor Store in Stuttgart.

Im Interview geben Patrick Veigel und Ashkan Darani, Geschäftsführer von Mr. Ash Tailor Store exklusive Einblicke über die Erfahrungen von "Profis in Praxis"

Herr Darani, was treibt Sie als Unternehmer und Geschäftsführer von Mr. Ash Tailor Store an?

Ashkan Darani: Das Konzept hinter der Idee ist einfach: ein Erlebnis schaffen, das Spaß macht und Erinnerungen schafft. Unsere Kunden legen großen Wert auf Qualität und Service. Diesen Anspruch verfolgen wir jeden Tag. Ein Besuch in unserem Atelier ist immer ein Erlebnis - dadurch werden aus Klienten auch mal Freunde. Das ist es, was mich jeden Tag aufs Neue anspornt.


Was ist Ihr Erfolgsrezept (ohne zu viel zu verraten)?


Ashkan Darani: Sowas wie ein Patentrezept gibt es nicht. Es sind letztlich die kleinen Unterschiede, die uns von unseren Kollegen abheben. Unsere Liebe zum Detail (bis zum letzten Knopfloch) ist uns genauso wichtig, wie der Umgang mit unseren Kunden - immer auf Augenhöhe. Wir unterscheiden nicht zwischen Uniabsolvent, Vorstand oder Profi-Fußballer. Wir verfolgen mit jedem neuen Anzug dasselbe Ziel: ein neues Lieblingsstück zu kreieren, das Mann gar nicht mehr ablegen möchte.


Welche Erkenntnisse haben Sie aus diesem Tag gewonnen, Herr Veigel?


Patrick Veigel: Der Praktikumsbesuch bei Mr. Ash war für mich eine Herzensangelegenheit, da ich Herrn Darani seit seiner Existenzgründung 2015 begleite. Mich beeindruckte besonders, dass der sonst so beschwerliche Anzugskauf bei ihm zum echten Highlight wird. Herr Darani schafft es, auf eine spielerische Art und Weise den einzigartigen Anzug für jedermann zu entwerfen. Er hat in seinem "Herrenzimmer" eine richtige Wohlfühloase für Männer geschaffen.


Wie lautet Ihr Fazit nach diesem spannenden Tag?

Ashkan Darani: Nach einiger Zeit hat man als Unternehmer oft Scheuklappen auf und sieht nicht immer das gesamte Potential. "Profis in Praxis" hat mir eine frische Sichtweise und neue Blickwinkel auf das Mr. Ash Konzept ermöglicht. Das beruht sicher auf Gegenseitigkeit. Wir freuen uns schon auf den nächsten Wissensaustausch.

Patrick Veigel: Der Blick hinter die Kulissen lohnt sich auf jeden Fall. Er gewährt einen tieferen Einblick in den Berufsalltag und festigt die Kundenbeziehung. Vielen Dank an das ganze Team von Mr. Ash für den gelungenen Tag!


Hier noch die Homepage für alle künftigen Bräutigame:

www.mrash.de

Batterie-Center in Tamm

“Profis in Praxis“ eine Initiative der VR-Bank Asperg-Markgröningen eG.